Personalsuche beim Zahnmediziner

Viele Praxen könnten noch erfolgreicher sein, wenn sie die ausreichende Anzahl an qualifizierten MitarbeiterInnen hätten. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihren Erfolg steigern: Zahnärztliches Personal finden, fördern und führen.

Erfolgsfaktor zahnmedizinische Praxis – die Personalsuche

In der Theorie könnte es doch so einfach sein: PraxisinhaberIn stellt MitarbeiterInnen ein, die gewissenhaft den Job ausführen, für den sie eingestellt sind, und dafür ein Gehalt – und selbstverständlich auch Anerkennung bekommen.
Stattdessen: Kaum Resonanz auf Stellenangebote, fruchtlose Vorstellungsgespräche mit Bewerbern, hohe Kosten für die Personalbeschaffung. Derweilen kündigt eine Mitarbeiterin, weil sie aus familiären Gründen umzieht. Eine andere ist gerade in Elternzeit und muss nach ihrer Rückkehr wieder integriert werden – auf Wunsch in Teilzeit. Und dann wären da noch Ihre Vorstellungen von mehr Engagement und Eigeninitiative …! Einfach? Is’ es wirklich nicht!

„Change it, love it, leave it!“ So lautet ein altes Sprichwort. Jammern über eine unabänderliche Situation bringt nichts. Machen Sie das Beste daraus – und zwar mit System. Punkt eins: Sie sind unzufrieden mit der aktuellen Leistung Ihres Praxisteams? Ihre MitarbeiterInnen sind selbst unzufrieden? Change it!

Mitarbeiter in der zahnmedizinischen Praxis fördern und fordern

Mal ganz ehrlich: Sie haben nicht in erster Linie Mitarbeiter eingestellt, sondern Menschen. Sie schätzen an jedem Einzelnen seine positiven Seiten, sonst hätten Sie sich nicht für ihn entschieden. Nobody is perfect – nur Sie können perfekt darin werden, andere zu fördern und zu fordern und damit den Teamspirit positiv zu verändern! Und genau das wünschen sich laut Umfrageergebnissen die meisten MitarbeiterInnen.

Personalsuche beim Zahnmediziner 1

Führen, loben, motivieren!

Fördern und Fordern heißt:

  1. Führen Sie regelmäßige Mitarbeitergespräche und vereinbaren Sie ein langfristiges Entwicklungsziel ebenso wie kurzfristige Handlungsziele. So wissen Ihre MitarbeiterInnen immer, was sie ganz konkret zu tun haben. 15 Minuten pro Termin und MitarbeiterIn reichen und bringen Ihnen mehr als 15 Minuten zusätzliche Behandlungszeit.
  2. Loben Sie Ihre MitarbeiterInnen. Studien belegen, dass Anerkennung einer der wichtigsten Motivationsfaktoren ist. Konzentrieren Sie sich darauf, besondere Leistungen und Qualität zu erkennen. Sprechen Sie Ihr Lob unbedingt persönlich, konkret und zeitnah aus.
  3. Überlegen Sie, wie Sie Ihre MitarbeiterInnen emotional an die Praxis binden. Hier nur einige Schlagwörter: Praxisevents, Praxiszielvereinbarungen, Praxisspielregeln … Denken Sie über ein angemessenes Gehalt hinaus auch an finanzielle Goodies wie Direktversicherungen oder betriebliche Krankenversicherung.
  4. Werden Sie der jüngeren Generation und deren Wertesystem gerecht, in dem Geld vielleicht sogar eine nachgeordnete Rolle spielt hinter Freizeit und Familie. Work-Life-Balance verlangt Flexibilität – ein Thema, das Sie ansprechen sollten, auch wenn Sie es nicht lieben.

Womit wir bei Punkt zwei wären: Love it!

Zahnarztpraxispersonal – richtig positionieren und führen

Sie kennen das sicherlich: Manche MitarbeiterInnen wollen und/oder können sich nicht ändern. Da ist kein Lob angebracht, da hilft kein Feedback und kein finanzieller Anreiz. Vielleicht aber eine andere Position in der Praxis? Eine Aufgabe, die der Mitarbeiterin mehr liegt, sodass für die Praxis ein Mehrwert daraus entsteht.

Achten Sie darauf, dass schwächere Teammitglieder nicht von den anderen „mitgezogen“ werden müssen. Fraglich ist, ob diese das auf lange Sicht mittragen und ob die Praxis sich solche nicht optimal eingesetzten Kosten fürs Personal leisten kann. Bei kleinen Praxen ist das eher unwahrscheinlich.

Auf alle Fälle sollten Sie sich das „Love it!“ zu Herzen nehmen. Als Praxisinhaber sind Sie der Chef – nicht zu verstehen im Sinne von Macht, sondern von Führung. Schließlich zahlt sich das aus, denn motivierte Teams sind seltener krank, arbeiten engagierter und effizienter. Das strahlt übrigens auch positiv nach außen aus: Schließlich stellt Ihr Personal den ersten Berührungspunkt für Patienten und Patientinnen dar. Schaffen Sie Transparenz und geben Sie klare Regeln vor, etwa durch QM-Dokumente, eindeutige Handlungsanweisungen und regelmäßige Teambesprechungen. Fördern Sie Eigeninitiative und ermutigen Sie jeden, eigene Ideen einzubringen.

Wenn das alles nicht nutzt, dann hilft nur Punkt drei: die Trennung – Leave it! Eine Entlassung ist meist ein unschöner Schritt. Aber es kommt noch schlimmer: Die Stelle muss neu besetzt werden …

Die richtigen MitarbeiterInnen finden

Zurückgehende Ausbildungszahlen und eine hohe Angestelltenfluktuation führen dazu, dass Fachkräfte für anspruchsvolle zahnmedizinische Aufgaben fehlen. Muss das verbleibende Team die zusätzliche Arbeit mitstemmen, führt das zu Unzufriedenheit und weiterer Abwanderung – ein Teufelskreis, der einer Praxis auch wirtschaftlich schadet.

Team zahnmedizinische Praxis

Und das, obwohl der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten noch immer zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland zählt? Das Problem ist, dass die Ausbildung häufig abgebrochen wird. Als Gründe werden in Umfragen die schlechte Bezahlung, die hohe Zahl an Überstunden und mangelnde Wertschätzung genannt. Vieles davon haben Sie in der Hand – change it!

Aber zunächst müssen Sie eine neue Fachkraft finden, und zwar die richtige. Denn die Erfahrung zeigt, dass Praxen mit weniger – aber den richtigen – MitarbeiterInnen besser laufen als solche mit Minderleistern, die den Teamgedanken schwächen.

Bei der neuen Mitarbeitersuche gibt es verschiedenste Möglichkeiten wie zum Beispiel:

  • von Mund zu Mund über Kontakte der eigenen MitarbeiterInnen
  • Internetplattformen (z.B. Zahnärztekammer, Ebay-Kleinanzeigen)
  • soziale Netzwerke (z.B. Facebook, Twitter)
  • Anzeigen (z.B. in Lokalblättchen)
  • Personalagenturen

Bedenken Sie dabei auch, dass ein wichtiger Aspekt die Außenwirkung Ihrer Praxis ist – sowohl was die Gewinnung neuer Patienten also auch neuer MitarbeiterInnen angeht. Auch beim Recruiting ist eine strategische Vermarktung Ihrer Praxis von Bedeutung. Die Zauberformel heißt Employer Branding. Schon mal ausprobiert? Sie werden es lieben!


Informieren Sie sich über Möglichkeiten des Praxismarketing und lernen Sie, wie Sie die Zusammenarbeit in Ihrem Praxisteam optimieren . Auch in Sachen Mitarbeiterführung machen wir Sie fit!